Bilder vom Event


Apostelgeschichte neu geschrieben
Christliche Nachrichtenagentur idea, 01.05.2007


Rund 500 Ehrenamtliche halfen, dass JesusHouse 2007 in der Fischauktionshalle am Elbufer reibungslos funktionierte. Foto: M. Weinbrenner

Hamburg ist für Fußball bekannter als fürs Evangelium. Dennoch – oder gerade deshalb – wurde von der Hansestadt aus vom 24. bis 28. April die Jugendevangelisation JesusHouse an 750 Orte Europas übertragen. idea-Reporter Marcus Mockler war in Hamburg dabei.

Auf einer Begeisterungsskala von 0 bis 10 würde Evi Rodemann ihr Kreuzchen wohl bei 12 machen. Die Projektleiterin von JesusHouse in Hamburg, von wo aus die Abende übertragen werden, ist vor Euphorie kaum zu bremsen. „Hier wird die Apostelgeschichte neu geschrieben“, schwärmt sie und meint damit, dass ihrem Eindruck nach Wunder geschehen sind wie zu biblischen Zeiten. Eines davon ist, dass über 80 Hamburger Gemeinden und 14 Werke alles Trennende beiseite geschoben haben, um dieses Projekt gemeinsam vorzubereiten. Rund 500 Ehrenamtliche helfen, dass die Veranstaltung in der Fischauktionshalle am Elbufer reibungslos funktioniert. Dass dort weit über 2.000 Gäste Platz finden, zeigt ebenfalls den Glaubensmut von Evi Rodemann und ihrem Team. Die JesusHouse-Verantwortlichen von der ProChrist-Geschäftsstelle in Kassel hätten sich auch mit einem kleineren Saal zufrieden gegeben. Aber die Visionäre vor Ort wollten so tief nicht stapeln. Der Erfolg gibt ihnen Recht – die Halle ist jeden Abend dicht gefüllt.

Prominente machen sich stark
JesusHouse in Hamburg ist auch eine Gebetsbewegung. Im vergangenen November gab es unter Beteiligung von Stefan Lepp von der Liebenzeller Mission einen Gebetskongress, an dem 600 Leute teilnahmen. Die Wirkungen sind schnell zu spüren. Beispielsweise machen sich in kürzester Zeit jede Menge Prominente für das Projekt stark. Der massive Rückenwind durch Prominente öffnet jedenfalls viele Türen, beispielsweise in 25 Schulen, in denen Teams persönlich einladen können. Ein Sponsor hat den Veranstaltern 20.000 Exemplare der umstrittenen Volxbibel zur Verfügung gestellt, die versucht, die uralten Geschichten in die flapsig-flotte Sprache eines Teils moderner Jugendlicher zu übertragen. Die Bibeln werden buchstäblich unters Volk gebracht.

(Den vollständigen Artikel können Sie in der aktuellen Ausgabe von ideaSpektrum (Nr. 18 vom 2. Mai 2007) nachlesen. Bestellen Sie sich ein kostenloses Probeheft per E-Mail: vertrieb@idea.de oder per Telefon: 06441-915-0.)



"JesusHouse":
Positive Spuren im Leben vieler Jugendlicher

von Christliches Medienmagazin pro, 30.04.2007

(Foto: JesusHouse)

H a m b u r g (PRO) – Einen positive Bilanz haben die Verantwortlichen der Evangelisation "JesusHouse" gezogen, die unter dem Motto "Alles klar?" vom 24. bis 28. April stattfand. "Es waren nicht nur sehr bewegende Abende in der Fischauktionshalle in Hamburg, JesusHouse hat auch innerhalb der Kirchen und der Stadt für Aufsehen gesorgt. Wir sind gespannt, welche Auswirkungen wir in den nächsten Wochen in unseren Gemeinden und Kirchen spüren werden", so Evi Rodemann vom Hamburger Organisationsbüro.

"JesusHouse" hinterlässt nach Angaben der Veranstalter "positive Spuren auf allen Ebenen". Unter dem Motto "Alles klar?" sei vielen tausend Jugendlichen in Hamburg und den fast 750 Übertragungsorten deutlich geworden, welche Bedeutung Jesus für ihr Leben haben möchte. "Die Themen der Predigten haben ihre Wirkung nicht verfehlt."

So zieht der Leiter der Aktion, Klaus Göttler, eine positive Bilanz: "Wir hatten an den fünf Abenden mit über 400.000 Teilnehmern genauso viele wie 2004 in Berlin. Aber die Zahl der Reaktionen auf die Predigten ist gestiegen. Unsere Erwartungen an ‚JesusHouse‘ in Hamburg sind bei weitem übertroffen worden. Wir sind begeistert von den 500 vor allem jugendlichen Mitarbeitern, die sich hier ehrenamtlich engagiert haben. Die Fischauktionshalle war ein würdiges Ambiente für die Abendveranstaltungen."

Michael Klitzke, Geschäftsführer von "ProChrist" (Kassel), teilte mit, dass etwa 20 Prozent mehr Besucher auf die Aufrufe nach den Predigten reagiert hätten, zum Kreuz zu kommen, als 2004 in Berlin. "Das ist ein Trend, den wir schon 2006 bei 'ProChrist' in München verzeichnen konnten. Damals waren es weniger Besucher, aber mehr Reaktionen." In der Hamburger Fischauktionshalle nahmen jeden Abend zwischen 2.000 und 3.000 junge Leute an "Jesus House" teil, die ein Programm aus Musik, Interviews und einer Predigt hörten.

"Jesus wurde zum Stadtgespräch"
"JesusHouse" sei zudem über die Medien "zum Stadtgespräch geworden". Erstmals in der Geschichte von "ProChrist" und "JesusHouse" wurde etwa live im Fernsehen berichtet. Der NDR schaltete am Eröffnungsabend zweimal live in die Nachrichtensendungen. Die Satellitenübertragungen des Abendprogramms wurden durch ein Online-Magazin im Internet ergänzt. Der eigens für "JesusHouse" produzierte Podcast (im Internet abrufbare Radiosendungen) erzielte beim größten Musikportal "iTunes" in dieser Woche Platz 1 in der Kategorie "Religion". Die Interviews mit den verschiedenen Akteuren stießen auf großes Interesse.

"JesusHouse" wird fortgesetzt
Sowohl die lokalen Organisatoren in Hamburg als auch die Verantwortlichen von "ProChrist" in Kassel nehmen von "JesusHouse" zahlreiche positive Erfahrungen in die Auswertungsrunden der nächsten Wochen mit. Dabei wird es auch um die Fragen gehen, wie, wann und wo es ein nächstes "JesusHouse" geben wird.



etwas wehmütiger Abbau...
JesusHouse 2007:
Eine Woche voller Hoffnung

von Philip Geck, jesus.de, 29.04.2007



"Wir sehen uns in der Ewigkeit" - mit diesen Worten verabschiedete sich Moderator Tim Niedernolte aus der JesusHouse-Liveübertragung. Die Evangelisationswoche ist gestern in Hamburg zu Ende gegangen. Was bleibt? Ein Gefühl von Trauer und Abschied für jeden Mitarbeiter und Teilnehmer, der Teil dieses Projekts war. Aber auch, und das ist viel wichtiger: Ein Gefühl von Hoffnung. Menschen sind von Gott berührt worden, haben ein neues Leben mit ihm begonnen. Jesus ist Stadtgespräch geworden, zumindest in Hamburg.

Jeden Abend pilgerten 2000 junge Menschen in die Hamburger Fischauktionshalle, an über 750 Orten in ganz Europa wurde die Liveübertragung empfangen. Ein poppiger Mix aus Musik, Stars, Gesprächen und einer immer wieder herausfordernden Predigt begeisterte viele junge, aber auch manche ältere Menschen. Auch wenn das Vorprogramm manchmal seicht war: Torsten Hebel und Christina Brudereck gelang es immer wieder, inhaltlichen Tiefgang in die Abende zu bringen.

Es gab auch kritische Töne. Das Medienecho war, wie zu erwarten, nicht unbedingt positiv. Die Hamburger Lokalausgabe der Bild machte wieder eine Story über "Feiern, flirten, beten" und das "Ich habe keinen Sex vor der Ehe"-Phänomen. Die Tageszeitung ("taz") berichtete in ihrer Donnerstagsausgabe gewohnt kritisch und karikierte JesusHouse als "Riesenparty mit Livemusik und Kreischgarantie für feierfreudige Nachwuchsprotestanten". Die Fischauktionshalle – eine "temporäre Großraumdiscothek"? Ganz unrecht hatte die "taz" nicht. Zwar war die Berichterstattung tendenziös und zum Teil schlichtweg falsch, trotzdem wirft sie Fragen auf, der sich die christliche Szene stellen sollte. Wie kommt eine Veranstaltung wie JesusHouse bei Nichtchristen an? Lädt der freikirchliche Frömmigkeitsstil ein, oder grenzt er vielmehr ab? Die "taz" mokierte sich vor allem über das Hamburger Vorprogramm und laute "AmEn"-Rufe, die, ganz wichtig, auf der zweiten Silbe des Wortes betont werden.

Die Hauptklientel von Evangelisationen sind wohl immer noch die Christen selber, das war zumindest hin Hamburg der Fall. Deshalb muss darüber nachgedacht werden, wie man eine Veranstaltung wie JesusHouse neutraler und offener für Kirchenferne gestaltet.

Trotzdem: JesusHouse 2007 war ein Erfolg. Gott ist Menschen begegnet und hat gewirkt, die Folgen kann nur er allein abschätzen. Letztlich wird die Show, die Stars und sogar die Musik vergessen werden: Aber eines wird bleiben, wie Tim Niedernolte sagte: Jesus! Und damit wird JesusHouse zu dem, was es wirklich sein will: Ein Ort, wo Menschen die Gemeinschaft von Christen kennen gelernt haben und Jesus Christus selbst begegnet sind.


Bild: www.jesushouse.de
"Gott hat uns selbst übertroffen"
von Philip Geck, jesus.de, 29.04.2007

Torsten Hebel: Das bedeutet Spaß, Humor, Action. Aber auch: Nachdenklichkeit, Ehrlichkeit, Verletzlichkeit. Wie erlebt ein Prediger, der fast jeden Abend auf der Bühne steht und geistliche Verantwortung trägt, eine Evangelisation wie JesusHouse? Gestern Abend ist JesusHouse zu Ende gegangen, und Philip Geck hat bei Torsten Hebel noch einmal nachgefragt.

PhG.: Torsten, du hast viel JesusHouse Erfahrung, warst jetzt zum dritten Mal dabei. Wie lief es dieses Jahr in Hamburg?

TH.: Diesmal haben wir, hat Gott uns selbst übertroffen. Wir haben jeden Abend eine dichtere Atmosphäre gehabt und das Zusammenspiel von allen Mitarbeitern hat jeden Abend besser funktioniert. Ich bin absolut begeistert. Was mich am meisten begeistert, ist, dass wir keinen besonderen Star hatten, sondern wirklich ein Team waren. Wir haben im Team gespielt – so stelle ich mir Gemeinde vor.

PhG.: Habt ihr Feedback von den Gemeinde vor Ort bekommen? Wie organisch funktioniert das Konzept mit der Satellitenübertragung?

TH.: Da kann ich gar nicht so viel zu sagen. Wir haben Feedback bekommen, aber interessanterweise weniger, als wir erwartet haben. Vielleicht waren die Leute einfach zufrieden und haben gedacht: Es läuft.

PhG.: Was muss eine Evangelisation heute bieten, damit junge Menschen zuhören?

TH.: Ich glaube, dass der Trend weg von Events geht – auch wenn das etwas gegen JesusHouse spricht. In Zukunft werden wir vielleicht wieder mehr mit liturgischen Elementen zu tun haben. Ich beobachte im Land, dass Jugendgottesdienste liturgischer werden. Das bedeutet auch: Back to the roots, weniger ist mehr, Beziehungsarbeit wird wieder wichtiger. So ein Event wir JesusHouse kann da natürlich wahnsinnige Akzente setzen, damit das vor Ort dann passieren kann.

PhG.: Weshalb, glaubst du, kam die Mehrheit der Jugendlichen zu JesusHouse? Wegen der tollen Party, oder weil sie auf der Suche nach Gott sind?

TH.: Das ist sicher von Ort zu Ort unterschiedlich. Hier in Hamburg war es – und das ist auch völlig legitim – dieses Dateisein. Diese Location, dieses tolle Wetter, diese Atmosphäre in der Fischauktionshalle: Wow! Ein zweiter Antrieb war, dieses Gemeinschaftsgefühl zu erleben, zu wissen: Ich bin als Christ nicht alleine, in ganz Deutschland stemmen wir zusammen so ein Projekt wie JesusHouse. Der dritte Antrieb ist natürlich: Gott. Ich glaube, wir haben an diesen Abenden gespürt, dass Er da war und junge Menschenherzen berührt hat. Da dabei zu sein: Das ist wirklich geil.

PhG.: JesusHouse bedeutet ja sehr viel Arbeit für dich. Wie gelingt es dir, in all diesem Stress offen für Gott zu bleiben und ihm Raum zu geben?

TH.: Diese Frage quält mich immer, wenn ich so etwas mache. Man müsste eigentlich davon ausgehen, dass man in so einer Zeit besonders heilig ist, sich geistlich in einem Top-Zustand befindet. Aber oft passiert genau das Gegenteil: Da kommen Querschläger, du hast Selbstzweifel und fühlst dich nicht würdig. Das Bild, was man nur von der Sendung bekommt, ist ein anderes, als das Bild von einem Torsten Hebel, der morgens aufsteht und weint, weil er sagt: Ich schaffe das heute nicht. Ich glaube, dass es so fast jedem geht, der sich hier einbringt, auch einer Christina Brudereck, auch einem Ulrich Parzany.

PhG.: Was motiviert dich dazu, das alles trotzdem zu machen?

TH.: Die schönste Predigt ist für mich, die 13- und 14-Jährigen zu sehen, die gebannt zu hören. Ihnen in die Augen zu schauen, und plötzlich zu merken: Da ist gerade was passiert, da ist etwas heil geworden, da kommt ein Lächeln oder eine Träne ins Auge. Was für eine andere Motivation kann schöner sein?

PhG.: Was geht in dir vor, wenn du vorne stehst, zum Kreuz aufgerufen hast und siehst, dass die Leute nach vorne kommen. Was sind deine Gedanken, wie gehst du damit um?

TH.: Das sind ganz unterschiedliche Ebenen. Du musst die technische Seite immer im Blick behalten: Wie stehst du, wie redest du, wann geht das Kameralicht wieder an, hast du den Zettel mit dem Gebet dabei? Dann bist du unheimlich betroffen, wenn Menschen nach vorne kommen und du merkst, dass Gott gewirkt hat. Und, ganz ehrlich, freust du dich aber auch, dass gleich alles vorbei ist und diese Spannung nachlässt. Ich stelle mir das wie ein schweres Fußballspiel, wie ein Finale vor. Du gehst vom Platz in die Kabine, und weißt gar nicht, was gerade passiert ist. Christina hat zum Beispiel nach einer Predigt gesagt: Ich weiß gar nicht, was ich gerade gesagt habe. Du bist einfach leer!

PhG.: JesusHouse 2007 in Hamburg ist vorbei. Würdet Ihr es wieder so machen?

TH.: Nein, wir würden es nicht wieder so machen, weil wir immer wieder eine neue Form finden wollen. Das, was gut war, haben wir übernommen, und das, was schlecht war, haben wir verändert. Meine persönliche Meinung und Prognose ist, dass JesusHouse in dieser Form nicht mehr stattfinden wird. Es wird eine andere Form kommen, eine neue Form von JesusHouse – wie immer die auch aussehen wird.


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