Kurzinfos
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nicht genannt werden. Bitte habt Verständnis.


29. Oktober 2008
Somalia
Christ bei muslimischer Hochzeit erschossen
Evangelische Nachrichtenagentur idea

M o g a d i s c h u (idea) – Bei einer muslimischen Hochzeit in Somalia ist ein Christ erschossen worden. Der 22-jährige Ahmadey Osman Nur war zu der Zeremonie eingeladen.

Er bat darum, dass die auf Arabisch gehaltenen Ansprachen in die örtliche Sprache übersetzt werden, damit sie die Gäste verstehen könnten. Wie die Menschenrechtsorganisation International Christian Concern (Washington) berichtet, fühlte sich der Scheich, der die Trauung durchführte, dadurch beleidigt. Er warf Nur vor, vom Islam abtrünnig geworden zu sein und forderte einen Wachmann auf, ihn zum Schweigen zu bringen. Als Nur die Feier daraufhin verließ, wurde er am Ausgang erschossen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation sind in Somalia in den vergangenen neun Monaten sechs Christen wegen ihres Glaubens getötet worden. Das Land am Horn von Afrika hat rund 8,2 Millionen Einwohner. Fast alle sind Muslime. Der Anteil der Christen wird auf 0,2 Prozent geschätzt.



03. Oktober 2008
Kenia:
Muslime überfallen Kirche
Evangelische Nachrichtenagentur idea

Die angegriffene Redeemed Gospel
Church in der nordostkenianischen
Stadt Garissa, dahinter sieht man die neue Moschee. Foto: Compass Direct News

N a i r o b i (idea) - In Kenia haben 50 junge Muslime eine protestantische Kirche überfallen. Sie stürmten am 14. September den Sonntagsgottesdienst der Redeemed Gospel Church (Erlöste Evangeliumskirche) in der nordostkenianischen Stadt Garissa.

Dabei verletzten sie zehn Besucher so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Wie der Informationsdienst Compass Direct jetzt berichtet, zerstörten die Muslime die Kirchenbänke, rissen das Wellblech der Wände nieder, zertrümmerten die Kanzel, verbrannten die Kirchenfahne und bewarfen die Gottesdienstbesucher mit Steinen.

Im Hintergrund der Auseinandersetzungen steht ein Grundstücksstreit.

Die Eigentümerin hatte das Areal 1999 an die Christen verpachtet. Im vergangenen Jahr entschied sie, dass Muslime dort auch eine Moschee errichten dürften. Beide Gebäude stehen lediglich drei Meter auseinander. Die Kirchengemeinde ist inzwischen auf 400 Besucher angewachsen. Die Muslime fühlen sich von ihren Geräuschen, etwa dem Singen, gestört. Den Christen war ein anderes Grundstück angeboten worden, und darauf waren sie zunächst eingegangen. Als sie erfuhren, dass sie das neue Areal nur vorübergehend nutzen könnten, nahmen sie davon Abstand. Von den 34,3 Millionen Einwohnern Kenias sind 79 Prozent Kirchenmitglieder und acht Prozent Muslime. Etwa zwölf Prozent gehören Stammesreligionen an.



01. Oktober 2008
Iran lässt zwei angeklagte Christen frei
Evangelische Nachrichtenagentur idea

T e h e r a n / R o m (idea) – Der Iran hat zwei wegen "Abfalls vom Islam" angeklagte Christen freigelassen. Laut einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos (Rom) vom 30. September handelt es sich um Mahmud Matin Azad und Arash Basirat.

Der 52-jährige Matin und der 44-jährige Basirat, über den auch unter dem Namen Bandari berichtet wurde, gehören einer evangelikalen Hausgemeinde in Shiraz an und waren seit dem 13. Mai inhaftiert. Die Anklage gegen beide bleibt trotz der Freilassung bestehen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea hatten die beiden Christen als "Gefangene des Monats September" benannt und zur Unterstützung für sie aufgerufen. Der iranische Staats- und Regierungschef Mahmud Ahmadinedschad war am 25. September in New York mit Kirchenvertretern zusammengetroffen. Beobachter gehen davon aus, dass die Freilassung in Zusammenhang mit der Begegnung steht. Nach inoffiziellen Quellen sollen im Iran 43 Personen, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind, inhaftiert sein, so die Nachrichtenagentur Adnkronos. Das iranische Parlament hatte Anfang September ein neues Strafgesetz verabschiedet, das den "Abfall vom Islam" mit der Todesstrafe bedroht. Es muss noch vom islamischen Wächterrat gebilligt werden. Auf Druck der Europäischen Union (EU) will der Wächterrat – er ist Teil der iranischen Regierung – das Apostasie-Gesetz noch einmal beraten. Gegen das Gesetz hatte auch die EKD protestiert. Von den 65 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Muslime, die zum christlichen Glauben übergetreten sind, wird auf 250.000 geschätzt. Daneben gibt es 125.000 bis 150.000 meist armenische und assyrische Christen.



28 September 2008
Indonesien:
Pastor muss Hausgemeinde aufgeben

Evangelische Nachrichtenagentur idea


Einwohner Jakartas erzwingen das Ende der Gottesdienste von Pastor Syaiful Hamzah. Foto: Compass Direct News

J a k a r t a (idea) – Zum Schließen seiner Hausgemeinde haben Einwohner der indonesischen Hauptstadt Jakartas am 12. September einen Pastor im Norden der Stadt gezwungen.

Unter Androhung von Gewalt forderte die Gruppe aus Ortsvorstehern, Polizisten und muslimischen Geistlichen den Pastor Syaiful Hamzah auf, die Genehmigung des Religionsministeriums für seine Hausgemeinde zurückzugeben. Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtet, hält der vom Islam zum Christentum übergetretene Pastor seit 2003 informelle Treffen in seinem Haus ab. In jüngster Vergangenheit ist es

in Indonesien wieder zu teilweise grausamen Übergriffen islamischer Extremisten gekommen. So wurden in der überwiegend von Christen bewohnten Ortschaft Horale auf der Insel Seram (Südliche Molukken) vier Christen gefoltert und getötet und 56 verletzt. Muslimische Extremisten brannten zudem am 2. Mai 120 Häuser, drei Kirchen und die Dorfschule nieder, berichtete das Hilfswerk Barnabas Fund (Pewsey/Südwestengland). Den Angaben zufolge wurden drei der vier Todesopfer die Kehle durchgeschnitten. Zwischen 1999 und 2001 habe die Region bereits intensive christenfeindliche Gewalt erlebt. Von den rund 220 Millionen Einwohnern Indonesiens sind etwa 80 Prozent Muslime, 16 Prozent Christen, zwei Prozent Hindus sowie jeweils ein Prozent Buddhisten und Angehörige von Stammesreligionen.