Taufe -
Ein kraftvolles Zeugnis

Birgit Barandica, November 2006


Es ist so traurig zu sehen, dass sich wegen der Tauffrage so viele Menschen, ja ganze Denominationen, zerstreiten und (oft im Bösen) getrennt haben. Meines Erachtens zeigt dies nur einmal mehr, dass dort, wo der Heilige Geist wirkt, der Teufel nicht weit entfernt ist. Leider. Sogar unter uns Geschwistern. Wie so oft schafft der Feind es gerade hier, Keile zu treiben, sodass Menschen auf ihn hören und merken es noch nicht einmal. Trennungen im privaten Bereich sind dann oftmals ebensolche Resultate, wie Spaltungen im gemeindlichen Bereich. Und wer geht dabei als eigentlicher Sieger hervor? ...

Der eine spricht dem anderen den Glauben ab, während der andere den einen als "des Teufels" bezeichnet. Gerade gestern hörte ich in einem Telefonat wieder von so einem Fall - von Leuten, die ich selbst kenne. Das tut weh. Und hat mich dazu bewogen, diesen Artikel zu schreiben.

Als ich vor einiger Zeit auf einem Seminar war, erzählte mir eine junge Frau, wie sie vor einigen Jahren zusammen mit ihrem Mann gläubig geworden war. Beide gehen seitdem in eine bibeltreue, lebendige Gemeinde und haben sich dort auch taufen lassen. Ihr erstes Kind wurde dort gesegnet.

Die Familie ihres Mannes ist streng katholisch und hat sich mit diesen jungen Leuten deswegen überworfen. Die versuchen seitdem ihrerseits, den Kontakt trotzdem aufrecht zu halten, so gut es eben geht. Dann kam es aber zu einem ganz bösen Knall, als die junge Frau ihr zweites Baby verloren hatte, was ihr und ihrem Mann logischerweise sehr nahe ging. Mit Jesu Hilfe kamen sie jedoch einigermaßen gut durch diese schlimme Zeit.

Das Furchtbare ist folgendes: anstatt mit den jungen Eltern gemeinsam zu trauern oder sich sonst auf irgendeine Weise liebevoll um sie zu kümmern (immerhin war es ja auch ihr Enkelkind), hielt diese Schwiegerfamilie den jungen Eltern vor, der Verlust ihres Babys sei Gottes Strafe dafür, dass sie sich von der katholischen Kirche abgewandt und die "Sünde" der Wiedertaufe begangen hätten. Es gleicht einem Fluch...

Leider lässt sich dieses menschenverachtende Verhalten auch bei anderen finden, die die Säuglingstaufe propagieren. Gerade bei diesem Thema halten sich viele nicht an Jesu Anweisung, nicht über andere zu urteilen. Man denkt nicht darüber nach, was Paulus meinte, als er sagte, dass alle Erkenntnis nur Stückwerk sei.

Stattdessen scheinen einige zu denken: meine Erkenntnis ist die richtige, und schon wird "die gute Stube" vergessen und man beginnt über andere zu urteilen, was unserem Herrn und Erlöser alles andere als Ehre bringt. So ist auch von Seiten derer, die die Erkenntnis der Glaubenstaufe haben, Unrecht geschehen; manche erheben sich äußerst arrogant über Kindstäufer. Beide Seiten haben sich also gegen die biblische Lehre gerichtet, wo es heißt, man solle den Überzeugungen der Geschwister gegenüber Toleranz zeigen, denn wir alle werden irgendwann vor unserem Schöpfer Rechenschaft ablegen müssen (Römer 14,1-12).

Auch ich bin inzwischen von der Glaubenstaufe überzeugt. Im Studium erfährst du, was die Bibel über die Taufe sagt. Auf dieser Seite hier möchte ich jedoch berichten, wie es bei mir zum Umdenken kam. Ich hoffe, dieses Zeugnis hilft verstehen, wie vorsichtig, ja beinahe sogar zärtlich Gott auf diese Thematik eingeht.

Sollte das nicht für uns alle ein Fingerzeig sein, bei Erkenntnisunterschieden freundlicher miteinander umzugehen? Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie leicht es ist, übermütig zu werden, wenn man eine neue Erkenntnis gewonnen hat. Man freut sich so sehr über den Aha-Effekt, dass man am liebsten die ganze Welt davon überzeugen möchte. Und genau das birgt die Gefahr, andere zu "überrollen"....


Ich wurde in eine evangelische Familie hineingeboren und als Baby getauft. Weil ich schon in relativ jungen Jahren immer suchender wurde und in meiner damaligen Gemeinde keine Antworten fand, die mich Jesus nahe gebracht hätten (allerdings wusste ich damals nicht, dass es Jesus war, den ich suchte...), wechselte ich mit ca. 13 oder 14 Jahren in die katholische Kirche.

Über deren Kinderarbeit, für die ich als Leiterin geschult und eingesetzt wurde (obwohl ich nicht offiziell konvertiert war), kam ich auch deren kirchlichen Lehre näher. Die Gottesdienste mit all ihren Ritualen faszinierten mich und so gab ich dieser Gemeinde 8 Jahre meines Lebens. Der Pastor erlaubte mir nach einiger Zeit sogar, die Kommunion zu nehmen, obwohl das Nichtkatholiken normalerweise nicht gestattet ist. Einige der wenigen Leute, die meinen Hintergrund kannten, meinten, ich sei katholischer als die Katholiken selbst!

Obwohl ich damals total von der katholischen Religion überzeugt war und deswegen auch mehrere Gespräche mit dem Pastor hatte, ist es nie zu einem offiziellen Übertritt gekommen. Ich hätte mich "umtaufen" lassen müssen (das war der gängige Ausdruck dafür...). Innerlich sträubte ich mich vor diesem Schritt - es war wie eine innere rote Ampel, ich hatte einfach keinen Frieden darüber. Im Gegenteil, der pure Gedanke daran ließ mich so unwohl fühlen, wie noch nie.

Heute weiß ich, dass es Gott selbst war, der mich davon abgehalten hat, denn es gibt einfach keine "evangelische" oder "katholische" Taufe oder sonst was für eine, sondern einzig und allein die Taufe im Glauben auf Jesus hin. Das war mir damals allerdings überhaupt nicht klar und daher hätten mich Argumente auch nicht überzeugen können.

Es war Gott gewesen, der mittels dieser "roten Ampel" zu mir gesprochen hatte, was mich auch tatsächlich vor diesem Schritt bewahrte. Verstehst du den Unterschied: hier ging es nicht um ein Baby, das ohne seine Zustimmung getauft wird - sondern in diesem Fall wäre es meine freiwillige Entscheidung gewesen. Erst viel später, als ich begriff, was Taufe tatsächlich bedeutet, ließ ich mich taufen. Aber nicht "umtaufen", sondern im Glauben taufen.

Seit ich nach langen und harten Jahren der Suche im Oktober 1992 Jesus endlich gefunden und angenommen hatte, stoplerte ich natürlich öfters über das Thema "Glaubenstaufe". Ich war jedoch einfach nicht dazu bereit. Ich kann dir nicht erklären, weshalb ich damals von meiner Babytaufe so dermaßen überzeugt war, denn es gab einfach kein plausibles Argument dafür, außer vielleicht der Tradition: es war immer so, warum also sollte es sich ändern? Das ist allerdings kein wirklicher Grund...

Der pure Gedanke an diese Thematik bereitete mir Bauchschmerzen. Aber auf liebevolle Weise, wie es Gott nun mal entspricht, ließ Er dieses Thema immer wieder meinen Weg kreuzen: in christlichen Büchern, die ich sehr gern las und eigentlich ganz anderes zum Thema hatten, wurde auf einmal die Glaubenstaufe angesprochen. In Predigten, denen ein ganz anderes Thema zugrunde lag, wurde auf einmal aus irgendeinem Grund die Glaubenstaufe erwähnt. Christliche Gespräche drehten sich auf einmal um die Glaubenstaufe, obwohl auch sie aus einem ganz anderen Grund begonnen hatten... Und bei jeder dieser "Gelegenheiten" ließ Gott mich weitere Argumente erkennen, die für meine gedankliche Entwicklung wichtig waren.

Mit dem Erfolg, dass meine Bauchschmerzen allmählich verschwanden. Ich merkte, wie mir das Thema immer verständlicher wurde, ich begann Glaubenstaufe immer mehr zu begreifen und irgendwann bat ich Gott, dass Er mir doch wegnehmen möge, was mich an diesem Gehorsamsschritt hinderte. Denn das ist es, worum es bei der Taufe geht: es ist ein Gehorsamsschritt Gott gegenüber - die Taufe selbst ist nicht heilsnotwendig. Das heißt, auch ungetauft kommst du in den Himmel! Das einzige, was dich vom Himmel wirklich abhalten kann, ist deine bewusste Entscheidung gegen Jesus. In folgenden beiden Artikeln erfährst du Grundsätzliches über die Erlösung: Jesus, der Weg und Die Brücke.

In Markus 16,15-16 steht eindeutig: "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die Heilsbotschaft. Denn wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden."

Hier steht nicht: "Wer aber nicht getauft ist, der wird verurteilt werden"...

Und in Matthäus 28,19 steht es genauso deutlich: "Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist!"

Beide Verse sagen ganz klar aus, dass zuerst der Glaube kommt, dann die Taufe. Eigentlich fängt das Ganze sogar noch einen Schritt vorher an, denn es heißt ja in beiden Versen: "geht...". Es muss sich also zuerst jemand aufmachen, damit andere es hören. "Doch es bleibt dabei," steht in Römer 10,17," Der Glaube kommt allein aus dem Hören der Botschaft; die Botschaft aber gibt uns Christus."

Aufgrund deines Glaubens lässt du dich taufen. Umgekehrt ist es unmöglich: niemand kann aufgrund einer als Baby erhaltenen Taufe glauben.

Sich taufen lassen... Getauft werden.... Ich denke, du siehst den Unterschied: Sich taufen lassen ist eine aktive Entscheidung, während getauft werden ein passives Geschehen an jemandem ist.

Wenn man diesen Gedanken logisch weiterdenkt, dann ist es meines Erachtens eindeutig, dass nur ein selbständig denkender Mensch zum Glauben kommen kann. Denn er muss sich ja erst einmal bewusst anhören, was ihm da berichtet wird und dann muss er das Gehörte für sich abwägen, um entscheiden zu können, ob er dem folgen möchte oder nicht.

All diese hier kursiv geschriebenen und unterstrichenen Vorgänge sind einem Baby vollkommen unmöglich. Vereinzelt mag es vielleicht mal das eine oder andere kleine Kind geben, das schon erfassen kann, was es mit der Taufe auf sich hat. Dann muss der Pastor entscheiden. Aber tendenziell sind es eher Teenies oder (schon) Erwachsene, denn sie können selbstständig denken. Babys können feierlich gesegnet werden - nicht getauft.

Da die Säuglingstaufe erst im 2. oder 3. Jahrhundert eingeführt wurde, gab es bei den Urchristen dieses ganze Durcheinander gar nicht. Die Menschen ließen sich ohne Kritik an der Sache ganz selbstverständlich taufen (ganz und gar untertauchen), nachdem sie zum Glauben gekommen waren. Manchmal war die Taufe sogar eine ganz spontane Reaktion auf ihre Bekehrung zu Jesus, die vielleicht nur wenige Minuten zuvor stattgefunden hatte, und wenn die Möglichkeit zur Taufe durch Untertauchen gegeben war.

Die Originalsprache des Neuen Testaments ist das Koiné-Griechisch (Altgriechisch), das damals im gesamten Mittelmeerraum gesprochen wurde. Es war die Sprache, die neben den jeweiligen eigenen Sprachen von fast allen Menschen damals verstanden und gesprochen wurde, vergleichbar mit Englisch heutzutage. Und in eben jener Originalsprache des Neuen Testaments heißt Taufe "baptizo", was "untertauchen" bedeutet. Sogar die jüdische Taufe, die von Johannes praktiziert wurde und der sich auch Jesus selbst unterzog, heißt in der hebräischen Sprache des Alten Testamentes thabal (2. Könige 5,14, im Studium erwähnt) und bedeutet ebenfalls "untertauchen". Es wäre unlogisch, wenn die griechische Originalsprache des Neuen Testaments sich nicht mit der hebräischen Originalsprache des Alten Testamentes decken würde.

Zurück zu meinem eigenen Zeugnis: Schritt für Schritt brachte Gott selbst mich dem Thema "Taufe" immer näher. Im Februar 2000 begann ich in meiner damaligen Gemeinde als Sekretärin zu arbeiten; es war acht Jahre nach meiner Bekehrung. Wir hatten mehrere Pastoren, denn es war eine große Gemeinde. Derjenige Pastor, der Taufkurse gab und die Taufen durchführte, sprach mich eines Tages darauf an und fragte, ob ich nicht auch einmal an so einen Kurs teilnehmen wolle. "Ja gern", sagte ich, denn inzwischen war ich soweit, dass ich diese Frage vollen Herzens bejahen konnte. Allerdings hatte ich noch viele Fragen und dafür war so ein Kurs geradezu ideal.

Nur was das Untertauchen anbelangte, da hatte ich so meine persönlichen Bedenken, denn seit Jahren schon bekam ich panikartige Zustande, wenn mir Wasser nur über den Kopf gepritzt wurde, geschweige denn, wenn ich ganz unter Wasser kam.

Ich traute mich allerdings kaum, dies auszusprechen; befürchtete, der Pastor würde mich auslachen. Aber seine Reaktion war total anders: ernst schaute er mich an und sagte: "Oh mann, das ist wirklich eine ernste Angelegenheit. Erzähl mir doch mehr darüber!" Er stellte mir diesbezüglich Fragen und ich anwortete. Dann meinte er, ich solle ihm etwas Zeit geben, er wolle darüber beten.

Merkwürdigerweise passierte am selben Tag noch etwas anderes: der Diakon der Gemeinde fuhr mich am Abend nachhause. Dort angekommen, fragte er mich, ob er für eine bestimmte Sache beten solle, denn er würde mich so nachdenklich erleben. Mir war sofort klar, dass ich auch ihm die Geschichte wegen meiner Tauffragen erzählen sollte. Daraufhin begann er zu beten und erwähnte, ohne davon auch nur die leiseste Ahnung gehabt zu haben, fast ausschließlich Dinge, die Stunden zuvor mein Pastor gesagt hatte! Und auch er war besorgt um meine Ohrengeschichte und bat Gott im Gebet um Heilung.

Wir verabschiedeten uns und ich ging nach oben in meine Wohnung. Auf einmal war mir so klar wie nie zuvor: "Ich will mich taufen lassen!" Eine riesige Freude durchströmte mich - in mir wuchs die Ungeduld, endlich "ins Wasser springen" zu können!

So meldete ich mich am nächsten Morgen noch vor Arbeitsbeginn zu diesem Taufkurs an, der am Wochenende darauf stattfinden sollte. Als er schließlich vorbei war, ließ er am Ende keine Fragen in mir offen und so stand meine Entscheidung fest, mich am darauffolgenden Samstag zusammen mit fünf anderen taufen zu lassen.

Was war das für eine wunderbare Erfahrung! Ungewollt sorgte ich für Gelächter unter den Anwesenden: wie es in meiner damaligen Gemeinde üblich war, sollte jeder Täufling, bevor er ins Wasser stieg, erstmal am Treppenabsatz oben stehenbleiben, während der Pastor, der mit einem Taufhelfer bereits im Wasser stand, den Taufspruch des jeweiligen Täuflings bekannt gab und für ihn betete. Während ich also am Treppenabsatz stand und eigentlich zuhören sollte, nahm ich wie automatisch schon die erste Stufe hinunter. Mein Pastor unterbrach sich und sagte: "Warte noch, lass mich erst beten!" Er betete vielleicht 3 oder 4 Worte und, als ob ich es gar nicht erwarten könne, machte ich wieder einen automatischen Schritt die Stufe runter... "Nein, noch nicht - warte!" sagte der Pastor. Und beim dritten Mal grinste er: "Mädchen, so bleib doch stehen, du kommst schon noch schnell genug unters Wasser!" Das war der Lacher!


Links neben mir der Pastor, rechts der Taufhelfer.
Naja, als es dann endlich so weit war, habe ich das Untertauchen selbst gar nicht mitbekommen! Keine Panik - nichts dergleichen! Dass ich tatsächlich unter Wasser gewesen war, bemerkte ich erst, als mir hinterher das Wasser aus den Haaren übers Gesicht rann! Und mein Sohn hat Fotos gemacht, die beweisen, dass ich tatsächlich unter Wasser gewesen war!!!

Im Nachhinein wurde mir klar, dass es war Satan gewesen war, der es jahrelang geschafft hatte, mich an der Glaubenstaufe zu hindern...

Als er jedoch merkte, dass ich der Erkenntnis immer näher kam, versuchte er nicht weiter, mich über den Verstand davon abzuhalten, sondern änderte ganz einfach seine Taktik: nun gebrauchte er die Wasserangst, um mich an diesem Gehorsamsschritt zu hindern.

Verstehst du: der Feind versucht wirklich ALLES, damit wir nicht tun, was Jesus uns aufgetragen hat! Und wenn er Menschen dazu bringt, sich böse deswegen zu streiten. Bitte werde dir dessen bewusst!


Der Moment des Wiederhochkommes!

Mehr als wir es je erkennen können, hasst er es, wenn Menschen zu Jesus finden. Die Taufe ist dafür das kraftvollste Zeugnis, denn sie ist eine endgültige Festlegung.

In Epheser 6 heißt es klipp und klar, dass wir nicht gegen Menschen kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, also gegen die für uns unsichtbaren Mächte der geistlichen Welt. Das ist die Welt Gottes, aber Satan und die Dämonen befinden sich auch dort. Uns ist diese Welt von unserer Seite des Lebens aus nicht zugänglich. Von dem, was dort alles stattfindet, können wir nur wissen, wenn der Heilige Geist es uns offenbart.

Lasst uns also beginnen, die Bibel ernstzunehmen, und den Lügen Satans nicht weiter aufzusitzen! Denn auch dies ist seine Taktik: sich selbst lächerlich zu machen, damit Menschen nicht an seine Existenz glauben, oder ihn zumindest nicht ganz so ernstnehmen. Und schon hat er wieder eine Schlacht gewonnen... Wollen wir ihm denn tatsächlich das ganze Feld überlassen???

Nachtrag: Du hast jetzt erfahren, dass ich nicht immer die Glaubenstaufe vertreten habe. Wie so viele andere liebe Menschen, bin auch ich erst einmal traditionsgemäß als Baby getauft worden. Gott sei Dank reagieren nicht alle Menschen so schlimm auf eine spätere Glaubenstaufe, wie das oben beschriebene Großelternpaar. Und dennoch haben soviele Menschen Bedenken, wenn es um die Glaubenstaufe geht. So war es ja auch bei mir damals. Jahrelang. Ohne wirklich biblische Begründung.

Doch warum sonst sollten wir uns taufen lassen, wenn nicht aus biblischen Gründen? Einfach nur so, weil es eine so schöne Tradition ist? Nein, das wäre kein Grund für so dermaßen viele Streitigkeiten unter uns Christen. Für mich ist es eindeutig: es ist der Feind, der versucht, uns daran zu hindern! Zuerst in unseren Gedanken, dann aber ganz knallhart durch Streitereien, die er unter uns Geschwistern sät.

Ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass es bei mir nicht so schlimm gelaufen ist. Als das Thema damals für mich akut wurde, befand ich mich in einer Gemeinde, die aufgrund eigener Erfahrungen sanft, sachte und vernünftig damit umgegangen ist. Jeglicher Zwang, mich taufen zu lassen, hätte mich wahrscheinlich eher von der ganzen Sache, also vielleicht sogar vom Gemeindeleben selbst, abgehalten. So aber konnte ich mich in Ruhe entwickeln. Und Gott hatte die Möglichkeit, an mir zu arbeiten, ohne dass Menschen dazwischen gefunkt hätten. Und nun bin ich tatsächlich zu Seiner Ehre getauft!


Hier geht's zum Bibelstudium über die Taufe. Lies es betend. Wenn du dich Jesus schon anvertraut hast, dich aber noch nicht hast glaubenstaufen lassen, dann tu dies, sobald es dir irgend möglich ist. Es wird dir zu einem großen Segen sein, wenn du Jesu Beispiel und Aufforderung folgst!

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